Jahresrückblick

Liebe Kelsterbacher Bürgerinnen und Bürger,

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Langsam aber sicher neigt sich 2020 seinem Ende zu. Wie kaum ein Jahr zuvor hat es uns allen gezeigt, wie klein unser Planet mittlerweile geworden ist und wie verletzlich wir als Menschen sind.

Es hat uns aber auch gezeigt, mit welcher Kraft wir uns einer solchen Bedrohung wie Corona entgegen stellen können, wenn wir zusammen statt gegeneinander arbeiten. Ich wünsche mir, dass dies eine Lehre ist, die wir aus diesem tragischen Jahr ziehen und uns in Zukunft gemeinsam den Problemen stellen.

Denn wenn wir Corona im Griff haben – was laut Experten auch mit gut wirkenden Impfstoffen noch ein gutes Jahr dauern wird – haben wir nach wir vor noch alle Probleme, die dieses Jahr aus dem Blickfeld gerückt sind. Das vielleicht drängendste ist der Klimawandel. 

Auch abseits der „großen“ Politik hat uns Corona vieles aufgezeigt, bei dem wir besser werden können. Andere Länder, vor allem im asiatischen Raum, sind uns im Bereich der Digitalisierung um Längen voraus. 

Als am Freitag dem 13. März beschlossen wurde, dass ab Montag alle Schulen geschlossen sind, standen die meisten Schulen vollkommen unvorbereitet dar. Selbst dort wo sogenannte Lernplattformen im Einsatz waren, passierte selten mehr als das Herunterladen von Aufgaben und das Hochladen der Ergebnisse. Die Regel war eher der Besuch in der Schule, um einen Stapel Kopien abzuholen.

Wir Eltern waren plötzlich zu Lehrkräften und Betreuungsexperten geworden. Zusätzlich zu dem Job, dem Haushalt und was wir sonst noch an Aufgaben haben. Die einen unter uns konnten von zu Hause arbeiten, andere mussten ihre Kinder in die Notbetreuung schicken und weiterhin auf die Arbeit fahren.

Als nächstes kam dann auf viele von uns Kurzarbeit zu, andere verloren ihren Arbeitsplatz gleich vollständig. Selbständige und kleine Firmen konnten durch viele staatliche Hilfsprogramme gerettet werden, andere berufliche Existenzen wurden vernichtet.

Trotz allem lief aber auch das politische Geschehen in unserer Stadt weiter. „Muss ja“, wie es so schön heisst. Mehrere große Bauprojekte konnten endlich abgeschlossen werden. Der neue Kreisel an der Mörfelder Straße, der Ausbau des Radwegs an der Mainhöhe mit seiner Treppenanlage und die Bushaltestelle in der Stadtmitte.

Was mich persönlich ganz besonders freut ist, dass wir endlich ein Nahmobilitätskonzept haben. Parallel dazu gab es eine Petition die sehr viel Aufmerksamkeit erhalten hat: Die Forderung nach „Tempo 30″auf der Berg- und Mainstraße, die unter anderem von Dr. Tobias Bexten vorangetrieben wurde.

Vor wenigen Tagen wurden endlich entsprechende Schilder vor der Bürgermeister-Hardt-Schule aufgestellt. Apropos Bürgermeister-Hardt-Schule: Die Aufstockung des Gebäudes ist in vollem Gange. Und auch der Baubeginn für die neue Karl-Treutel-Schule rückt – langsam aber sicher – näher.

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass die Stadtmitte endlich wieder eine Fußgängerampel hat. Ihre Position ist nicht optimal, aber so haben immerhin Schulkinder wieder eine Möglichkeit, sicher über die Straße zu kommen.

Beim Kreisel an der Mörfelder Straße hingegen hätte für Radfahrende viel mehr getan werden können. Statt Radschutzstreifen wäre hier genug Platz für vollwertige Radwege gewesen. Leider konnte hierfür keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung gefunden werden.

Ein weitere positive Veränderung ist, dass nach Jahrzehnten des Wartens der Kelsterbacher Bahnhof endlich mit einem Aufzug ausgestattet wurde. Die Treppen waren für viele Menschen eine unüberwindbare Hürde.

Dies ist nur ein sehr kleiner Auszug vom dem, was dieses Jahr allen Widrigkeiten zum Trotz erreicht werden konnte. Und auch 2021 wird wieder voller Herausforderungen privater und politischer Natur für uns alle werden.

Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben einen geruhsamen und vor allem gesunden Jahresausgang. Auch wenn es schwer fällt: Halten Sie weiterhin Abstand – dies ist unsere stärkste Waffe im Kampf gegen das Virus.

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